Wer „Promis Oktoberfest 2026“ googelt, will keine Stimmungskulisse. Er will Namen, Zelte, Tage. Und wissen, ob das Foto vom Käferbalkon wirklich das ganze Fest abdeckt.
Tut es nicht.
Die 191. Wiesn auf der Theresienwiese dauert vom 19. September bis 4. Oktober 2026. Eintritt aufs Gelände: frei. Die Maß in den großen Zelten: 14,80 bis 15,90 Euro. Käfer zapft Paulaner, schließt später als der Rest – Ausschank bis 0.30 Uhr, Zelt bis 1 Uhr. Innen sitzt man nur mit Reservierung. Deshalb steht dort jedes Jahr dieselbe Frage: Wer hat einen Tisch?
Der Almauftrieb: Hier beginnt die Promi-Woche wirklich
Seit 28 Jahren laden Philip Greffenius und Michael Käfer zum Almauftrieb. 2026 war das der 20. September. Die Süddeutsche beschrieb das Gedränge am Tisch von Bill Kaulitz, Tokio Hotel, und wie schnell aus Feiern Hektik wird, wenn Kameras und Bedienung denselben Meter Flur wollen.
Dabei: Oliver Pocher. Frank Thelen. Riccardo Simonetti auf dem Pressebalkon, der die Mode der Saison als „traditionelle Elemente, modern interpretiert“ erklärte. Farina Opoku an seiner Seite. Julian Nagelsmann taucht in derselben SZ-Reportage auf, ebenso eine Söder-Tochter. Fußballer vom BVB – Roman Weidenfeller, Patrick Owomoyela – fanden den Abend so in Ordnung, dass sie am Montag direkt noch einmal kamen. Diesmal ins Schützenzelt gegenüber, mit Gastronom Ugo Crocamo und Jimmy Hartwig.
Pocher lieferte nebenbei den Satz, der die Kosten-Debatte der Woche anschob. Im Interview mit Radio Arabella, von Focus zitiert: Wenn er mit fünf Kindern gehe, koste ein Wiesntag „einen Kleinwagen“. Frank Thelen rechnete laut Focus mit rund 500 Euro. Stadt München: Durchschnittlicher Direktumsatz eines normalen Gastes 90 bis 92 Euro am Tag. Pocher-Zahl ist Selbstironie, kein Beleg. Trotzdem klebt sie.
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Montag bei Cathy: Eltern statt nur Influencer-Pose
Cathy Hummels macht aus dem Wiesnbummel ein Format. Montagabend, 21. September, führte sie wieder durch Zelte. Neu in der SZ-Galerie vom Folgetag: Sie nahm ihre Eltern Alfred und Marion Fischer mit. Kein Extra-Termin für die Familie. Einfach mit ins Programm.
Um Mats Hummels ging es an dem Abend nicht. Und sollte es hier auch nicht.
Im selben Hummels-Zug: Ski-Olympiasiegerin Maria Riesch mit Lebensgefährte Johann Schrempf, Kreuzfahrtmanager. Die SZ-Überschrift „Riesch und die Kinder“ meint den Abendton, nicht eigene Kids. Riesch sagte der Bild ausdrücklich, der Mutterwunsch nach der Karriere sei nicht gekommen. Sie wolle keine eigenen Kinder. Wer das Blatt als „Riesch mit Kindern auf der Wiesn“ liest, liest falsch.
Weiter im Bild: Joelina Drews mit Mariella Ahrens, Julia Haupt und Annika Gassner. Lisa Hahner neben Moderatorin Carolin Henseler. Playmate 2026 Valentina Ruckle, 27, ebenfalls im Hummels-Tross – Anzapfen mit drei Schlägen, Dirndl an.
Lothar Matthäus holt den versäumten Bayern-Stammtisch nach
Am Wochenende fehlte Matthäus beim Legendenstammtisch des FC Bayern. Montag saß der 65-Jährige mit Theresa Sommer im Käferzelt. Model, 38 Jahre jünger. Die SZ setzte das Paar in ihrer inoffiziellen Wiesn-Altersrangliste auf Platz zwei hinter Ralf Möller (67) und Laura Engelmann (25).
Mehr zur Freundin steht in einem eigenen Stück. Hier reicht der Beleg: Sie waren da. Fotografiert. Kein Geheimnis mehr.
Gottschalk im Käfer – und warum das mehr war als ein Dirndl-Foto

Dienstagvormittag, 22. September. Thomas Gottschalk, 76, kurze Lederhose, weißes Hemd, Ehefrau Karina, 64. Käfers Wiesn-Schänke.
Bild und dpa zitieren ihn: „Mir geht es jeden Tag besser, ausgezeichnet sogar.“ Karina: Der Krebs sei „erst mal besiegt“, man behalte alles im Auge. Einladungen hatten sie zuletzt ausgeschlagen. Für Anwalt Peter Schmalisch, 45 Jahre an seiner Seite, machten sie eine Ausnahme. Alkoholfreie Maß, Wiesn-Ente. Im Juli 2026 hatte Gottschalk nach zwei Operationen, 33 Bestrahlungen und Reha öffentlich gesagt, er sei momentan krebsfrei.
Das ist der Auftritt, den reine Käfer-Listen oft als Namenshäppchen vergraben. Unnötig. Der Satz steht.
Schwarzenegger dirigiert – aber nicht bei Käfer
Dienstagabend, Marstall-Festzelt. Arnold Schwarzenegger, 79, mit Heather Milligan. Kurz vor 19 Uhr da. Taktstock, „Steirermen san very good“, Schlusswort „I’ll be back.“ Marstall-Wirt Sigi Able erinnerte n-tv daran, dass der Kontakt über Ralf Möller kam. Arnie nannte das Zelt „das beste Zelt vom Oktoberfest“ und wollte laut n-tv noch bis Freitag in der Stadt bleiben.
Heidi Klum feierte ihr HeidiFest am 17. September im Hofbräuhaus, später solo in der Bräurosl. Käfer war nicht die Bühne. Wer nur das Promi-Zelt abhakt, verpasst genau diese Verschiebung: Die ganz großen Namen verteilen sich 2026 über Marstall, Hofbräu, Bräurosl – und ja, immer noch Käfer.
Laura Wontorra und Riccardo Basile zeigten sich am Almauftrieb erstmals als Paar. Veronica Ferres kam nach der Trennung von Carsten Maschmeyer allein. Beides eigene Geschichten, beide gehören in dieselbe Wiesnwoche.
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Was das Käferzelt 2026 tatsächlich ist
Kleine Holzhütte, nicht das größte Zelt. Innen grob 1.100 bis 1.500 Plätze, je nach Zählung innen/außen. Paulaner, Maß 15,80 Euro. Küche mit Hummer und Kaviar – t-online nannte eine 500-Gramm-Dose Imperial-Kaviar für 1.850 Euro und ein Wagyu-Tomahawk für 410 Euro. Laurent-Perrier Balthazar, zwölf Liter, 3.600 Euro auf der Champagnerkarte. Das ist nicht der normale Wiesn-Abend. Das ist der Grund, warum Pocher „Kleinwagen“ sagt und warum Familien draußen bleiben.
Wer selbst hinwill: Die meisten großen Zelte müssen per Stadtregel unreservierte Plätze offenhalten. Käfer und Weinzelt nicht. Ohne Tisch heißt das für Käfer in der Praxis: draußen bleiben.
Nächster sinnvoller Termin, wenn noch jemand auf Promifotos hofft: Wochenende 26./27. September (italienisches Wochenende, Standkonzert der Wiesnwirte am Sonntag unter der Bavaria), dann der 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, und der letzte Sonntag, 4. Oktober.
FAQ
Welche Promis waren 2026 im Käferzelt?
Bestätigt über SZ, dpa, Focus und Bild unter anderem: Bill Kaulitz, Oliver Pocher, Frank Thelen, Riccardo Simonetti, Farina Opoku, Lothar Matthäus und Theresa Sommer, Cathy Hummels mit Eltern, Thomas und Karina Gottschalk. Schwarzenegger war im Marstall, Heidi Klum bei Hofbräu und Bräurosl.
Was kostet ein Promi-Abend auf der Wiesn wirklich?
Pocher spricht von einem „Kleinwagen“, wenn fünf Kinder mitgehen – als Gag. Thelen nannte etwa 500 Euro. Der städtische Schnitt liegt bei 90 bis 92 Euro Direktsausgaben. Im Käfer liegen einzelne Gerichte und Champagner weit darüber. Keine dieser Zahlen ist eine geprüfte Promi-Steuererklärung.
Bis wann geht das Oktoberfest 2026?
Bis Sonntag, 4. Oktober. Käfer und Weinzelt zapfen länger als der Rest der großen Zelte.

