Ralf Richter tot: Sohn Maxwell stoppt Spenden – Abschied soll nach Bochum

Kurze Antwort: Ralf Richter ist tot. Der „Das Boot“- und „Bang Boom Bang“-Schauspieler starb in der Nacht zum 15. September 2026 mit 69 Jahren in seiner Kölner Wohnung. Der Sohn war dabei. Eine GoFundMe-Aktion für die Beerdigung brachte 21.509 Euro – Maxwell Richter ließ sie stoppen. Rest soll an Obdachlose.

Ralf Richter ist tot. Nicht irgendwann, nicht „nach langer Krankheit hinter verschlossenen Türen“, sondern in der Nacht zum Dienstag, 15. September 2026, zu Hause in Köln. Sein Sohn Maxwell war bei ihm.

Zwischen 22 und 1 Uhr, hat Maxwell der „Bild“ gesagt. Managerin Heidrun Buchmaier nannte es gegenüber dpa so: Er sei friedlich eingeschlafen, „unerwartet und viel zu früh“.

69 Jahre. Für Fans von „Das Boot“ und „Bang Boom Bang“ fühlt sich das zu früh an. Für die Familie sowieso.

Was seine Kinder öffentlich gesagt haben

Aline und Maxwell Richter haben denselben Satz zweimal gesetzt: einmal bei Facebook, einmal bei Instagram. „Für uns ist gerade eine Welt stehen geblieben.“

Dann die Trennung, die in Nachrufen oft untergeht: Für viele war er Schauspieler und Kultfigur. Für sie war er der Vater. Mehr Worte, sagten sie, fänden sie gerade nicht.

Sie baten um Privatsphäre. Keine direkten Presseanfragen an die Familie. Das gilt weiter – auch wenn der Sohn später selbst über Krankheit, Spenden und Bochum gesprochen hat.

COPD, Herz, Klinik – und trotzdem „unerwartet“

Maxwell hat die gesundheitliche Lage nicht verschleiert. Sein Vater litt an COPD, einer chronischen Lungenerkrankung, und an einer Herzunterfunktion. „Eine Vene zum Herzen hat nicht mehr richtig gearbeitet.“

Vor ein paar Monaten Klinik. Danach Abbau. Das steht so in der „Bild“, n-tv und der „Zeit“ haben es übernommen.

Trotzdem bleibt der Widerspruch, den die Managerin ausdrücklich so formuliert hat: unerwartet. Wer abbaut, stirbt nicht automatisch in dieser Nacht. Die Familie hatte ihn noch für den 16. September eingeplant – ein Auftritt mit dem Sohn beim Start-up-Treffen „PITCH BOOM BANG“ in der Kokerei Hansa in Dortmund. Der Termin fiel aus.

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Wer Ralf Richter war, bevor die Trauer begann

Geboren am 17. August 1957 in Essen, aufgewachsen mit sieben Geschwistern in einem Bochumer Arbeiterviertel. Erst Schreinerlehre, dann Westfälische Schauspielschule Bochum – die er nicht abschloss, weil man ihn nach zwei Jahren als „nicht ausbildungsfähig“ einstufte. Die Süddeutsche hat das so festgehalten.

Trotzdem Bühne: Freie Volksbühne Berlin, Deutsches Schauspielhaus Hamburg. 1980/81 zwei „Tatort“-Nebenrollen. Und dann Wolfgang Petersen.

Zentralemaat Frenssen in „Das Boot“ (1981). Nicht die Hauptrolle. Die Rolle, an der man ihn festmacht.

1999 kam Kalle Grabowski in Peter Thorwarths Ruhrpott-Komödie „Bang Boom Bang“. Kult, bis heute. Der Film läuft in Bochum immer noch im Kino – Rekord für den am längsten laufenden Kinofilm Deutschlands, wie die „Bild“ nach seinem Tod noch einmal schrieb. Am Freitag nach seinem Tod zeigten Fans den Film im UCI Bochum extra.

Richter selbst hat das Image einmal so erklärt, im „Tagesspiegel“, vom Spiegel zitiert: Interessant seien die Kaputten. „Ein Proll spricht die Dinge sofort aus.“

Dazu gehören auch die dunkleren Akten. Vor der Premiere von „Bang Boom Bang“ wurde Richter festgenommen und später wegen Kokainhandels zu einer Haftstrafe verurteilt. Der Spiegel erinnert daran in seinem Nachruf. Das gehört zur Biografie. Es erklärt nicht den Tod.

Weitere Filme, die in den Nachrufen stehen: „Was nicht passt, wird passend gemacht“, „Der Superstau“, plus Fernsehen. Sein Bruder Frank-Martin Strauß ist als FM Einheit von den Einstürzenden Neubauten bekannt.

Die Spendenaktion, die nicht von der Familie kam

Sohn Maxwell Richter stoppt Spendenaktion nach Tod von Ralf Richter

Hier trennen sich die flachen Nachrufe von dem, was Leute jetzt wirklich suchen.

Eine enge Freundin der Familie, Muriel Tacke, startete auf GoFundMe eine Sammlung für einen „würdevollen Abschied“. Im Text stand: zwei Kinder, zwei Enkel, Kosten, die die Familie allein nicht tragen könne. Ursprüngliches Ziel: 8.000 Euro. Dann 10.000.

Am Ende: 21.509 Euro von 821 Spendern. Stand Donnerstag, 17. September, Nachmittag.

Maxwell Richter hat gegenüber t-online klargestellt: Die Initiative kam nicht von ihm und nicht von einem anderen Familienmitglied. Er war anfangs skeptisch. Bei einem bekannten Namen, sagte er sinngemäß, unterstellen viele sofort, Geld sei genug da. „Wir geben bereits alles, was wir können.“

Dann hat er die Reißleine gezogen.

„Mehr brauchen wir nicht. Es soll nicht obszön werden, denn wir beabsichtigen nicht, uns mit dem Geld eine schöne Zeit zu machen.“

Die Annahme neuer Spenden wurde gestoppt. Kein Link hier. Die Familie hat die Sammlung beendet, und das bleibt so.

Was übrig bleibt nach Trauerfeier und Beisetzung, soll an Obdachlosenorganisationen. Maxwell begründet das mit dem Vater selbst: Ralf Richter hatte sich zu Lebzeiten für Bedürftige eingesetzt, unter anderem für ein Obdachlosenhotel in Köln, schreibt die FAZ.

Zur geplanten Feier hat der Sohn einen Satz gesagt, der die ganze Debatte zusammenzieht: Er wünsche sich eine größere, pietätvolle Trauerfeier. „Keine Party mit Champagner-Brunnen, sondern eine Würdigung, die seinem Lebenswerk angemessen ist.“

Bochum, nicht Köln

Gestorben ist Richter in Köln. Begraben werden soll er, wenn es nach dem Sohn geht, in Bochum.

„Er hätte sich Bochum gewünscht.“ So steht es bei der „Bild“. Bei der „Welt“ heißt es: „Das hätte sich Papa gewünscht.“

Ein genauer Termin war Mitte September noch nicht öffentlich. Wer Trauerbekundungen sucht: Die Familie hat um Abstand von Presseanfragen gebeten. Der Fan-Abschied im Bochumer Kino war der öffentliche Teil. Der private folgt in Bochum.

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Häufige Fragen

Wann ist Ralf Richter gestorben?

In der Nacht zum 15. September 2026, in seiner Wohnung in Köln. Der Sohn Maxwell war dabei. Die Managerin sprach von einem friedlichen Einschlafen.

Warum wurde die Spendenaktion gestoppt?

Weil deutlich mehr zusammenkam als das Ziel von 8.000 bis 10.000 Euro: 21.509 Euro von 821 Gebern. Maxwell Richter ließ die Sammlung am 17. September stoppen. Überschüsse sollen an Obdachlosenhilfen.

Wo soll Ralf Richter beerdigt werden?

Nach Wunsch des Sohnes in Bochum, wo Richter aufgewachsen ist. Ein öffentlicher Termin stand Mitte September 2026 noch nicht fest.

Wer Kondolenz sucht, sucht sie bei der Familie. Wer den Film sucht, findet Kalle Grabowski immer noch in Bochum auf der Leinwand.


Claims, bei denen ich nicht 100 % sicher bin

  • Uhrzeit 22–1 Uhr / „Sohn war bei ihm“: nur „Bild“, von anderen Häusern übernommen, nicht unabhängig von der Familie bestätigt.
  • „Zwei Enkel“: steht im GoFundMe-Text (WELT/oe24), nicht in der Kinder-Erklärung.
  • Obdachlosenhotel Köln: FAZ-Formulierung; Name der Einrichtung nicht genannt, deshalb nicht spezifiziert.
  • „längster laufender Kinofilm Deutschlands“ / UCI-Freitag: „Bild“-Follow-up, nicht von SZ/Spiegel gegencheckt.
  • PITCH BOOM BANG 16.09., Kokerei Hansa: „Bild“; dpa-Obits erwähnen den Termin nicht.
  • Haft wegen Kokainhandels: Spiegel-Nachruf, ohne Jahreszahl/Dauer in den geöffneten Texten – deshalb ohne Maß und Jahr.
  • Beisetzungstermin: Mitte September öffentlich offen; kann sich seit dem Snapshot (23.09.) geändert haben.
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